Krähenjagd mit dem freundlichen Lockbild


Die Krähenjagd kann unter Einhaltung geltender Jagd- und Schonzeiten generell das ganze Jahr über ausgeübt werden. Die höchsten Strecken erzielt man im allgemeinen jedoch in den Monaten Mitte Juli bis Ende September, da zu diesem Zeitpunkt sehr viele Jungkrähen unterwegs sind. Für das Revier besonders wichtig ist aber die Jagd ab Ende Januar bis zum Ende der Jagdzeit. Verursachen die Krähen doch im hereinbrechenden Frühjahr den größten Schaden beim Niederwild und Singvögeln durch Prädation von Gelegen und Jungvögeln. Rabenartige Vögel, in unserer Region hauptsächlich Rabenkrähen, Elstern und Eichelhäher, verursachen jährlich erhebliche wirtschaftliche, aber auch biologische Schäden. Nicht selten leidet die Niederwildpopulation stark unter dem Einfluss der Rabenvögel. Der fehlende Feind wirkt dabei sicherlich auch mit. Somit entfällt die Reduktion dieser Vögel auf natürlichem Wege. Die aktive Jagd durch den Waidmann auf die Corviden ist somit fast unumgänglich, um auch in Zukunft eine ausgewogene tierische Artenvielfalt vorweisen zu können.

 

Die Jagd auf die Krähe wird hauptsächlich mit zwei Jagdtechniken getätigt: der Lockjagd, entweder mit einem freundlichen Lockbild bzw. feindlichen Lockbild und der Beizjagd.


Feindliches Lockbild

Die Hüttenjagd ist eine Lockjagdtechnik auf Krähen, die nur noch selten zum Einsatz kommt. Die Gründe dafür sind zum Einen die mangelnde Effizienz und zum Anderen gesetzliche Bestimmungen, die diese einschränken bzw. verbieten. So dürfen keine lebenden Tiere mehr – im Falle der Hüttenjagd ein Uhu oder Fuchs – zur Lockung bei der Jagd verwendet werden. Rabenkrähen haben die Charaktereigenschaft andere Vögel, darunter auch Greifvögel, anzugreifen, um sie aus ihrem Revier zu vertreiben. Diese Gegebenheit nutzt man mittels einer Uhuattrappe. So stellt man den Greifvogel auf freiem Feld auf und legt dazu eine Krähe. Folglich wollen die Krähen den Uhu vertreiben und fliegen den Greifvogel an. Der in Schrotschussdistanz vorbereitete Bodensitz (Tarnzelt etc.) gewährleistet ein sicheres und zahlreiches Anbringen des Schusses. Die heutigen Anpassungen der Einsatzmittel (Bodensitz) verwischen den Ursprung der Hüttenjagd. So wurde früher nicht aus Bodensitzen, sondern aus eigens dafür gebauten Holzhütten gejagt. Daher wir diese Jagdart auch Hüttenjagd genannt.


Freundliches Lockbild

Mittels Lockkrähen und Krähenmagnet wird den Rabenvögeln ein reichhaltiges Nahrungsangebot bzw. die Nahrungsaufnahme vorgetäuscht.Dabei werden in Schrotschussentfernung rund 10 – 20 beflockte Krähen aufgestellt.Der Abstand der ersten Krähe zum Bodensitz sollte nicht unter fünf Meter betragen.Die Distanz zur letzten Lockkrähe sollte eine Distanz von 20 Meter nicht überschreiten. Mit Unterstützung einer akustischen Rufhilfe (Krähenlocker) wird die Neugier der Vögel verstärkt.Die gesamte Situation lockt folglich die Krähen zahlreich an.


Tagezeit / Jahreszeit

Die Krähenjagd benötigt relativ viel Zeit. Der Aufbau der Lockvögel, Bodensitz und der Gleichen erfolgt in der Regel frühmorgens im Dunkeln.Wer erst bei Tageslicht aufbaut, verpasst den ersten und häufig besten Anflug hungriger Krähen in der Dämmerung. Außerdem besteht die Gefahr, von anstreichenden oder beobachtendenKrähen in Bäumen entdeckt zu werden. Wichtig zu wissen ist, dass Krähen äusserst lernfähig sind. Autos, Kleidung und Gesichter können ohne Probleme zugeordnet werden. Auf Grund dessen ist der frühe Aufbau der Jagdeinrichtung von hoher Wichtigkeit.

 

Die Krähenjagd kann generell während des gesamten Jahres ausgeübt werden (Schweiz). Wann die höchsten Strecken erzielt werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich gibt es keine schlechten Zeitpunkte. Für das Revier besonders wichtig ist jedoch die Jagd ab Ende Januar bis in den Herbst. Verursachen die Krähen doch im hereinbrechenden Frühjahr den größten Schaden beim Niederwild und bei Singvögeln durch Prädation von Gelegen und Jungvögeln.


Standplatz

Um eine Krähenjagd erfolgreich gestalten zu können, braucht eine seriöse Vorbereitung. Die Jagd sollte sich am Besten zwischen einem Schlafplatz und einer Futterstelle befinden. Auf Grund dessen sollten die Hauptflugrouten bekannt sein. Besonders interessant sind abgeerntete Getreidefelder, frisch gemähte Wiesen, umgebrochene Ackerflächen, Biogasanlagen oder Komposthaufen. Ein gut getarnter Bodensitz auf offenem Feld schmälert den Erfolg in keinster Art und Weise. Es ist jedoch darauf zu achten, dass eine perfekte Tarnung stattfindet.


Tarnschirm / Tarnkleider

Die Tarnung spielt bei der Jagd auf die schwarzen Gesellen eine überwiegende Rolle. Der Jäger muss in jedem Fall verhindern, dass er von den schlauen Vögeln erkannt wird. Dies gilt aber nicht nur für die Zeit vor Abgabe des Schusses, sondern auch während dessen und danach. Nur wenn überlebende Krähen den Jäger nicht erkennen, bleibt das Geheimnis gewahrt und der Jagderfolg stellt sich auch noch in der Zukunft ein. Aus diesen Gründen überlässt der Krähenjagdprofi nichts dem Zufall und sorgt für eine absolut perfekte Tarnung. Die Verwendung eines Camoanzuges, Gesichtsschutzund Handschuhe sind bei der Krähenjagd absolut notwendig, da er die menschlichen Konturen auflöst. Man muss bedenken, dass Vögel im Gegensatz zum Schalenwild auch Farben wahrnehmen können. Unter Berücksichtigung dieser Fakten sind daher die üblichen Jagdjacken (orangefarbig etc.) zum Gebrauch ungeeignet. Die Flinte kann sehr einfach mit einer Gewehrsocke oder Stretchtarnband getarnt werden. Selbstverständlich gibt es auch Selbstladeflinten, welche bereits eine Tarnfärbung (APG, CAMO etc.) vorweisen. Für den Bodensitz gilt grundsätzlich das Selbe, wie für die Tarnung der Kleidung. Von Vorteil zeigt sich, dass der Bodensitz so klein wie möglich erstellt wird.Der Bodensitz sollte dem Jäger einen Rundumsichtschutz gewähren. Bewährt hat sich der Vollschutz im unteren Teil des Sitzes. Ab einer Höhe von ca. 120 cm solltendurchsehbare Tarnnetze verwendet werden.


Waffe / Munition

Die Wahl der Munition ist für den Erfolg bei der Krähenjagd von entscheidender Bedeutung.bei einer Vorlage von 36 Gramm machten. Je nach Waffe kann die Deckung abweichen. Daher sollte man vor der ersten Krähenjagd einen Munitionstest auf dem Schiessstand durchführen.Ob die Jagd mittels Querflinte, Bockflinte oder Selbstladeflinte durchgeführt wird, entscheidet weniger über den Erfolg. Erste Priorität liegt auf der Tarnung der Waffe. Sinnvoll sind 2,5 - 3mm Schrote, wobei wir beste Erfahrungen mit 2,7 mm.


Jagdhund

Die Jagd mit einem brauchbaren Jagdhund ist je nach Land, Bundesland oder Kanton, gesetzlich vorgeschrieben. Mit brauchbar ist hier nicht nur die abgelegte Prüfung gemeint, sondern tatsächlich auch die Fähigkeit des Hundes mitzuwirken.


Ausrüstung

Ausrüstung: Zur Grundausstattung der Krähenjagd gehören zehn bis 20 besockte Krähen. Ein Krähenmagnet ist unnötig, sogar mit Nachteilen verbunden. Des Weiteren sind diverse Tarnnetze und Befestigungsmaterialien nötig. Für die eigene Tarnung sollte eine Camoanzugmit Maske und Handschuhen getragen werden. Für die Flinte ist eine Gewehrsocke empfehlenswert.


Krähenlocker

Zum Anlocken der Krähen hilft ein Krähenlocker, welche diverse Hersteller anbieten. Dieser kann und sollte nach jedem Schuss eingesetzt werden. Die Tiere werden konditioniert, in dem sie den Knall mit etwas Positivem (Lockruf/Nahrungsaufnahme) verknüpfen. Zur Sicherheit und Prävention sollten Gehörschütze getragen werden.

 

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Unsere Abhandlung über die Krähenjagd ist nicht abschliessend. Eine vollständige Anleitung mit vielen Tipps zur Krähenjagd finden Sie auf www.kraehenjagd.eu

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